Umdenk-Prozesse erleben…
…die helfen, unangenehme innere Erlebnisse zu akzeptieren anstatt gegen sie anzukämpfen. Durch das Kämpfen oder die Ablenkung verliert man das aus den Augen, was einem eigentlich wichtig ist, denn Kämpfen gegen ein Symptom, ein ungewolltes Ereignis, ein unangenehmes Gefühl, verbraucht enorm viel Energie und führt oft in eine Sackgasse.
Der Fokussierung auf Gedanken und Gefühle oder die Vermeidung von Situationen gegenüber stehen die ACT-Sätze wie „Glaube nicht alles was du denkst“, „Fühle was gerade ist“ und „Nehme dich und deine Umgebung wahr“
Statt quälende Gedanken zu bekämpfen, kann man erleben, dass Wahrnehmen von negativen Gefühlen und Gedanken dazu führt, dass sich die Intensität und die Qualität verändert. Negatives Erleben kann besser Abklingen, Gedankenkreisen wird unterbrochen.
Es klingt paradox aber es gelingt Menschen oft erst, etwas zu verändern, wenn sie erkennen, was sie nicht verändern können. Das entlastet und führt zu neuen Möglichkeiten.
Ein Vergleich mit einem Wecker macht es anschaulich: er hört erst auf zu klingeln, wenn man das Klingeln wahrgenommen und den Wecker ausgestellt hat.
Eine weiterer Schwerpunkt der ACT-Therapie ist eher eine grundsätzliche Frage:
Welche Impulse in meiner Innenwelt übernehmen in meinem Leben das Steuer und ist das in Ordnung so? Oder gibt es dabei Folgen, die nicht gewünscht oder nicht mehr tragbar sind?
Die Frage nach den Werten.
Wir besprechen Ihre wertebezogenen Ziele und diese unterscheiden sich von kurzfristigen Zielen, wie zum Beispiel eine Prüfung zu bestehen, eine Reise zu machen, ein Kind zu bekommen. Der Fokus auf Werte bietet eine Orientierung, weil sie als Leitfaden im Leben mitlaufen und sich nicht situativ verändern. Man fragt sich: „Was ist mir wichtig? Wofür möchte ich mich einsetzen? Wie möchte ich etwas gestalten?“
Bei ACT wird vorwiegend mit Metaphern, Achtsamkeitsübungen und erlebnisorientierten Methoden gearbeitet. Das Ziel ist, die psychische Flexibilität zu erhöhen. Psychische Flexibilität bedeutet, dass es einer Person immer besser gelingt, in Kontakt mit dem gegenwärtigen Moment zu sein und je nachdem, was die aktuelle Situation erfordert, das Verhalten ändert oder auch beibehalten kann. Die Wahl zu haben, dies zu erkennen und danach zu handeln statt einem Automatismus zu folgen.
Begründer dieser Therapie-Methode ist der Amerikaner Steven Hayes.